16 Tipps für Start-ups in der High-Tech-Industrie
Folge 9

AWS_gartner_138x138_2Start-up Unternehmen haben kein Geld für teure Werbung in den Medien. Zudem darf bezweifelt werden, ob die Werbung eines noch nicht bekannten Unternehmens überhaupt Früchte trägt. Um bekannt zu werden ist aber sicher gute Pressearbeit ein wichtiger Kanal. (Fach-) Journalisten sind ständig auf der Suche nach interessanten, neuen Themen und Start-ups operieren gemeinhin in genau den Bereichen, die den aktuellen Megatrends entsprechen. Man muss natürlich die Themen so aufbereiten, dass sie auch für den Laien als Medienkonsument interessant sind. Wichtig ist für jedes  Start-up  so früh als möglich eine Journalistendatei aufzubauen und die Journalisten ständig mit den Neuigkeiten des Unternehmens zu füttern. Dazu gehören Wachstumserfolge, erfolgreiche Kundenprojekte, neue Funktionalitäten der Produkte oder erhaltene Innovationspreise. Häufig lohnen sich auch Medienpartnerschaften mit  Veranstaltern von Messen und Kongressen,  um so eine  breite Berichterstattung zu erzielen.  Lesen Sie dazu mehr in meinem 9.Tipp für start-ups.

 

9.Tipp: Den Hunger der Medien nach neuen Stories nutzen

 

Journalisten sind ständig auf der Suche nach interessanten, neuen Themen. Da Start-ups ja besonders neue Ideen in interessanten (Megatrend-)Gebieten ent­wickeln, haben sie gute Chancen, Fachjournalisten zu begeistern und dann (kosten­los) in deren Beiträge aufgenommen zu werden. Mir ist es gelungen, als die IDS Scheer noch sehr klein war, mehrfach auf der Cebit in die Fernsehberichterstattung aufgenommen zu werden. Das Thema Technologietransfer aus der Universität war damals in Deutschland im Gegensatz zur USA neu und für die Journalisten attraktiv.

Zwei kleine Start-ups aus der Scheer Group haben es mit den Themen Energie-effizienz und Datenschutz sogar bis in die Tagesschau geschafft, obwohl sie noch kaum fertige Produkte, geschweige denn echte Kundenanwendungen aufweisen konnten. Aber begeisterten jungen Leuten nimmt man leichte Übertreibungen bei der Vorstel­lung ihrer Ideen nicht weiter übel. Auch die sympathischen Gründer zu zeigen ist schon eine Nachricht.

Man muss natürlich die Themen so aufbereiten, dass sie für den Laien interessant sind.

Auch Journalisten von der schreibenden Zunft sind für neue Themen aufgeschlos­sen. Erscheint ein Bericht zu dem Thema des Arbeitsgebietes eines Start-ups und dieses wird nicht erwähnt, dann kann man den Journalisten auf das eigene Konzept zu dem Thema schriftlich aufmerksam machen. In seinem nächsten Beitrag wird er das Unternehmen dann sicher erwähnen.

Auf jeden Fall muss ein Start-up sofort beginnen, eine Journalistendatei aufzubauen und die Journalisten ständig mit den Neuigkeiten des Unternehmens füttern. Dieses sind Wachstumserfolge, erfolgreiche Kundenprojekte, neue Funktionalitäten der Pro­dukte oder erhaltene Innovationspreise. Viele staatliche Institutionen, aber auch Unter­nehmen schreiben Innovationspreise aus. Selbst wenn keine besonderen Geldbe­träge damit verbunden sind, müssen Start-ups daran teilnehmen.

Häufig gibt es Medienpartnerschaften mit den Veranstaltern und damit auch eine breite Berichterstattung. Selbst wenn man nicht gewinnt, lernt man von den Gewin­nern und bekommt erste Kontakte zu einflussreichen Multiplikatoren.

Auch muss man Journalisten gezielt zu Kundenveranstaltungen einladen und sie dann besonders betreuen. Sie müssen das Gefühl bekommen, dass sie exklusive Informationen erhalten, denn nur dann hat sich der Reiseaufwand für sie gelohnt.

Häufig ergeben sich daraus auch engere Kontakte zu einzelnen Journalisten, bis da­hin, dass man echte Fans gewinnt, die nur darauf warten, mit neuen Informationen angesprochen zu werden.

Die Visibilität in der (Presse-)Öffentlichkeit ist außerordentlich wichtig. Kunden bringen einem kleinen Unternehmen dadurch mehr Vertrauen entgegen oder ihre Neugier wird durch einen Presseartikel geweckt.

Eine wichtige Öffentlichkeitsarbeit ist auch die Nutzung der sozialen Medien. Über Facebook und Twitter können Neuigkeiten verbreitet und Fangemeinden für das Unter­nehmen aufgebaut werden. Diese Form besitzt darüber hinaus den Vorteil, dass die Nutzung von dem Start-up selbständig durchgeführt werden kann und man nicht auf das Wohlgefallen von Journalisten angewiesen ist. Allerdings muss man einen entsprechenden Aufwand treiben, um einen professionellen Auftritt zu gestal­ten. Aber dieser lohnt sich!

 

Lesen Sie hier mehr zum 10. Tipp: Was man noch nicht weiß, muss man lernen

Lesen Sie hier mehr zum 11. Tipp: Fast Fail

Lesen Sie hier mehr zum 12. Tipp: Wer nicht wächst, stirbt.

Lesen Sie hier mehr zum 13. Tipp: Streitigkeiten schlichten

 

 

 

Folge 1 – 8 verpasst? Dann lesen Sie hier:

1. Tipp: Die Zauberformel.

2. Tipp: Wie findet man eine Gründungsidee?

3. Tipp: Nobody is perfect but a team can be perfect

4. Tipp: Der Businessplan ist nur eine Fingerübung

5. Tipp: Wie findet man den ersten Kunden?

6. Tipp: Vorsicht bei Geldgebern

7. Tipp: Kosten minimieren

8. Tipp: Partnerschaft: Der Partner schafft

 

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