Die CeBIT im neuen alten Glanz

Wie man weiß, Totgesagte leben besonders lang. Viele IT-Messen rund um den Globus sind in den letzten Jahren verschwunden. Auch die CeBIT wurde in den Medien mehrfach für tot erklärt. Es kann ja sein, dass sie etwas modrig gerochen hat, aber tot ist sie nicht! Der nach dem Platzen der Internetblase eingetretene Besucher- und Ausstellerschwund ist gestoppt worden. Aussteller aus der Telekommunikationsindustrie, die die CeBIT verlassen hatten und lieber auf den Mobile World Congress in Barcelona gegangen sind, haben gemerkt, dass der Besucherstrom der CeBIT weltweit nicht übertroffen werden kann. Sie ist nach wie vor die größte Hightech Messe der Welt und zieht damit die etablierten ITK-Unternehmen an, die ihre Stände in Schwimmhallengröße aufgebaut haben. Aber auch neue Konzepte zeigen sich. Kleine Unternehmen mit innovativen Ideen schließen sich zu Netzwerken zusammen um ihre Produkte zeigen zu können – dieses ist auch das Konzept, das ich mit den sechs Unternehmen der Scheer Group verfolge. Universitäten entdecken immer mehr, dass es Spass macht, nicht nur im Elfenbeinturm zu sitzen, sondern auch zu zeigen, dass Forschungsergebnisse nützlich sein können. Gerade in der High-Tech Welt sind die Innovationszyklen so kurz, dass Forschung, Entwicklung und Marketing/Vertrieb eng vernetzt sind. Dies haben neben Universitäten auch die großen Forschungsorganisationen wie die Fraunhofergesellschaft erkannt. Deshalb ist die CeBIT eine spannende Mixtur aus dunkelblauem Business-Look, schicker Yuppie-Kleidung und Turnschuh-Outfit. Man respektiert sich nicht nur gegenseitig, sondern man braucht sich auch. Deshalb investieren Etablierte in Turnschuhunternehmen siebenstellige Summen um Zukunftsimpulse zu erhalten und Turnschuhe laufen sich die Sohlen ab, um sich mit den Vertriebswegen der Etablierten verbinden zu können. Dieses macht die CeBIT weiterhin spannend und wir können froh sein, dass wir sie in Deutschland halten konnten – trotz des im Vergleich zu Barcelona oder Las Vegas nicht gerade überschäumend attraktiven Standorts Hannover und der Tatsache, dass Deutschland zwar ein großes High-Tech Konsumland ist, aber leider nicht gleich wichtiger Hightech-Produzent. Deshalb bleibt die CeBIT für die deutsche ITK-Industrie auch eine ständige Herausforderung!

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