Mission Datenschutz im mobilen Internet

Fachleute sind sich einig, dass die Sicherheitsmodelle von mobilen Betriebssystemen sich nur bedingt eignen, um den Nutzern ihre Sorge um die Sicherheit ihrer Daten zu nehmen. Sie wissen nicht, was mit ihren Daten wirklich geschieht, wenn erst einmal eine Internetverbindung hergestellt ist. Wenn überhaupt Berechtigungen vergeben werden, dann erfolgt dies über ein sehr grobes Raster. Beim Android-System zum Beispiel ist es nur möglich, einer Anwendung (App) das Recht, Netzwerkverbindungen herzustellen zu geben oder nicht. Was die App mit der Verbindung tut wird nicht überprüft. Wichtig und zugleich vertrauensbildend wäre aber die Möglichkeit, jede einzelne App vor dem Herunterladen auf das Handy auf dahinterliegende Funktionalitäten zu untersuchen. Der Nutzer muss wissen, welche Daten automatisch wohin übertragen werden. Gibt es etwa eine (versteckte) Verbindung zu Adressbüchern, werden Telefonnummern weitergeleitet oder werden gar SMS zu kostenpflichtigen Diensten ausgelöst?

In einem Forschungsprojekt arbeitet das Spin-off der Saarbrücker Informatik, X-pire!, an einer Software, die all dies können soll – zur CeBIT wird bereits ein Prototyp gezeigt. Bevor der Nutzer eine App auf seinem Smartphone installiert, kann er sie über seinen Rechner mit dieser Sicherheitssoftware überprüfen. Das gibt zumindest Sicherheit für den einzelnen umsichtigen Nutzer. Wenn die Anbieter mobiler Anwendungen es aber mit ihren Versprechungen, Sicherheit einen großen Stellenwert einzuräumen, wirklich ehrlich meinen, dann müssten sie proaktiv eine solche Sicherheitssoftware für alle Anwender an prominenter Stelle in ihren Shops zur Verfügung stellen!

Übrigens zählt X-pire zu den innovativen Unternehmen, die ich in dem Netzwerk der Scheer Group unterstütze!

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