Wir sollten die Überholspur wählen!

 

Überholspur oder Standstreifen?Erfahrene IT-Gipfel Teilnehmer wissen es längst – es lohnt sich, neben den Highlights am Tage selbst, auch die Diskussionsrunden und Fachvorträge am Vortag zu besuchen!

So diskutierte Professor August-Wilhelm Scheer, der Gründer der Scheer Group, mit den Teilnehmern des Software Campus  angeregt über die sich verändernde Rolle des Chief Information Officer (CIO) hin zum Chief Innovation Officer (CInO). Professor Wolfgang Wahlster, DFKI, stellte in gleicher Runde spannende Zukunftsprojekte vor, die zum Innovationsmotor für die deutsche Industrie werden können.

Erkenntnisreich und lohnend war auch die Podiumsdiskussion „Deutsche Software Champions auf der Überholspur oder auf dem Standstreifen?“ am Vorabend des Gipfels.

Dabei war nicht nur einiges zu lernen sondern vielmehr das eine oder andere Gewusste in einem Gesamtkontext besser zuzuordnen:

Wir beklagen uns in Deutschland, dass zu wenige Unternehmen den Sprung in die Internationalisierung und damit zu nachhaltigem Wachstum schaffen. Andererseits wollen viele Unternehmen sich gar nicht internationalisieren, der deutsche Markt ist ihnen genug. Dabei ist die Internationalisierung von Unternehmen nur ein Punkt – viel wichtiger ist vermutlich die Frage, ob in Deutschland  international konkurrenzfähige Produkte produziert und vermarktet werden. Andernfalls fallen deutsche Unternehmen in die bloße  Rolle der Zulieferer.

Es gibt sie natürlich, die Unternehmen der IT Branche, die gerne den Schritt nach Europa oder auch über den Atlantik wagen würden;  sie sehen dort durchaus Chancen für ihre Produkte und Dienstleistungen. Einige haben jedoch Sorge, im globalen Wettbewerb nicht bestehen zu können. Wichtig sei aber – so die Fachleute – dass Unternehmer auch wirklich an ihr Unternehmen glaubten und nicht frühzeitig ihr gutes Business verkauften. Einig war man sich auch, dass mancher „Hidden Champion“ mehr Mut entwickeln und auch schneller erfolgreich werden könnte, wenn er sich in ein Netzwerk begäbe, so wie es im Software Cluster bereits praktiziert wird.

Die vielen interessanten Einzelpunkte der Diskussion mündeten für mich in ein eindeutiges Fazit: Die Standspur darf keine Option sein, deutsche Unternehmen können durchaus auf der Überholspur mithalten. Ganz ohne Unterstützung geht das jedoch nicht: Die Politik ist insbesondere auf europäischer Ebene gefordert, die Märkte offen zu halten und zwar für die eigenen Anbieter.

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