Mit Widerwillen und Bewunderung – Steve Jobs, eine Biografie der Extreme

Steve JobsIch habe die Biografie von Steve Jobs mit unterschiedlichen Gefühlen gelesen. Klar war ich neugierig und aufgeregt, noch mehr Insiderwissen über die Welt zu erhalten, die mich nunmehr 50 Jahre beschäftigt hat.  Teilweise ging ich aber auch mit Widerwillen an das Buch – z.B. dann,  wenn über die Hygieneangewohnheiten von Steve Jobs berichtet wurde. Auch Details über sein unfaires Verhalten gegenüber Mitarbeitern und Partnern waren eher abstoßend. Trotzdem, auch für ein Leben gilt, dass am Ende das Ergebnis zählt.  Welche Spuren hat man hinterlassen? Hat man mehr aufgebaut als zerstört, hat man die Welt besser gemacht? Steve Jobs hat an sich selbst diese Anforderungen gestellt. Dieses wird durch viele Formulierungen von ihm deutlich. So forderte er nach dem Abschluss eines Kooperationsvertrages mit Microsoft von Bill Gates: „Machen wir die Welt ein Stück  besser!“ Bei den Einstellungsverhandlungen mit dem von Pepsi Cola abgeworbenen Manager John Sculley fragte er diesen: „Willst du weiter Zuckerwasser verkaufen oder die Welt verändern?“

Von diesem Anspruch her ist das Leben von Steve Jobs zu bewundern. Er hat mit einer unglaublichen Hartnäckigkeit  und auch Skrupellosigkeit seine Basisidee verfolgt, den Computer den Experten aus den Händen zu nehmen und zu einem für jedermann verständlichen Konsumartikel zu machen. Daher auch seine Fokussierung auf Design, denn das ist die Schnittstelle zum Benutzer. Steve Jobs war weder ein großer Erfinder, noch war er ein großer Techniker. Er war aber ein Ästhet, der durch seine Hinwendung zur ZEN-Philosophie und zur Bauhausarchitektur den Computer revolutioniert hat. Diese Hinwendung zu Ästhetik, Benutzerfreundlichkeit und Design ist sein Erbe, das aus der Welt der IT nicht mehr wegzudenken ist!

nach oben scrollen - Scheer Group

Copyright ©2017 Scheer Holding GmbH